Als ich 2006 das fertige Drehbuch von Jan Stahlberg überreicht bekam und es las wurde mir erstmals so richtig bewusst welche unglaubliche Aufgabe uns bevorstand. OK – heute ist viel möglich, vor allem im Film. Aber wie zum Teufel, fragte ich mich vor Drehbeginn, sollten wir den Einzug der weltbekannten “Baghdadstreet Boys” nach Las Vegas bebildern können – inclusive dem “die Stadt steht Kopf” Moment? Mit unserem Budget? Mit unserem winzigen Team? Den ganzen Beitrag lesen…
Starbucks Assylum
Noch eine Low-Budget-Film-Anekdote? Die Dreharbeiten in amerikanischen Großstädten im Winter sind vor allem ein Kämpf gegen die unglaubliche Kälte. Während sich Will Smith oder Brad Pitt in 25 Meter Wohnmobilen mit frischem Ingwertee aufwärmen dürfen und sich dabei von geschulten Händen durchkneten lassen (so jedenfalls meine Vorstellung vom Drehalltag eines Hollywoodmegastars), blieben uns nur die Möglichkeiten großstädtischer Infrastruktur…
Wenn unsereiner nicht mehr sprechen konnte vor Kälte oder der Kameramann den Aus-Knopf seiner Mühle nicht mehr fand, weil seine Finger nichts mehr spürten, dann hieß es:
Starbucks Assylum
Sloweat
Zeit ist beim Drehen Mangelware, also sind Mittagspausen so bemessen, dass sie ausreichende Nahrungsaufnahme ermöglichen, um das Team bei guter Stimmung zu halten. Ist beim Winterdreh aber die Außentemperatur so gemeinniedrig, dass jeglicher Außenaufenthalt zum unmittelbaren Stimmungstief führt, wird mit Billigung des Produzenten gerne einmal eine kleine Sloweat Meisterschaft ausgerufen:
Die Herausforderer Christoph Kottenkamp, Jan Stahlberg und Tine Rogoll (v.l.) maßen sich mit dem Champion in dieser Disziplin David Hofmann. Den ganzen Beitrag lesen…
Posing
Die Amis habens einfach drauf: Mit einfachen Posen, mit simplen Gesten schaffen Sie es irgendwie cool rüberzukommen. Uns Europäern scheint das irgendwie nicht so leicht zu gelingen…
Die ersten Tage in New York – Festnahme am Ground Zero
Drehen in den USA ist sehr unkompliziert – wenn man sich an die wichtigsten Regeln hält. Diese Regeln sind im Prinzip die gleichen, die es auch in Deutschland zu beachten gilt und lassen sich auf folgende Kurzformel bringen: störe niemanden und verhalte dich so unauffällig wie möglich – oder hole dir gleich eine Drehgenehmigung vom Amt. Wenn man aber am Wochenende am Flughafen JFK ankommt und es nicht mehr erwarten kann in dieser faszinierenden Stadt loszuziehen um ein Paar Eindrücke schon mal als New York-Schnittbilder zu drehen, was soll denn dann schon schiefgehen?




